Schanze Garmisch - Partenkirchen (DE)

 

Dank der Peter Riedel GmbH noch mehr Informationen beim Neujahrsspringen!

Wir alle kennen die Sätze aus dem Fernsehen: „Er hat die Kante nicht getroffen.“ „Er war zu spät dran.“ „Er war zu früh.“ Tatsache ist, dass die Take-Off-Phase im Ablauf eines Skisprungs der wichtigste Moment ist. Dort, in jenen paar Zentimetern, die zur Kante des Tisches führen, entscheidet sich zum allergrößten Teil, wie weit ein Flug gehen wird. Mag die Flugphase noch so gut und schön sein: fehlt Geschwindigkeit, fehlt Schnellkraft, fehlt Präzision, fehlt Sprunghöhe am Schanzentisch, dann kann der Akteur nur auf gnädigen Wind hoffen, um seinen Versuch zu retten, im Wissen, vom Kompensationssystem später bestraft zu werden.

Gerade um diese letzten Zentimeter, die zur Kante führen, geht es in der neuesten Entwicklung der Peter Riedel GmbH. Das revolutionäre Anlaufspur-System von Ski-Line gewährleistet seit ja bereits seit sechs Jahren erfolgreich und ermöglicht unproblematischen Ganzjahresbetrieb auf den Skisprungschanzen am Tournee-Ort Garmisch-Partenkirchen.

Unter dem Motto „Gutes weiter verbessern“ wurde die ursprüngliche Entwicklung weiter ausgebaut. Der Oberwiesenthaler Diplom-Ingenieur Peter Riedel stellt nun eine weitere Innovation der Anlaufspur vor, mit der die Höchstleistungen der Athleten messbar(er) werden.

Riedel erklärt: „10 bis 15 Meter vor dem Absprung wird eine Messtechnik eingebaut, die eine Datenspur hinterlässt und wissenschaftliche Erkenntnisse liefert. Beispielsweise kann der genaue Absprungzeitpunkt eruiert werden, oder die Kräfte, mit denen ein Athlet abspringt, von Anfahrtsgeschwindigkeiten in den verschiedenen Teilstücken ganz zu schweigen.“

Für diese Messtechnik ging Peter Riedel Kooperationen mit hochqualifizierten Partnern ein. Es musste eine neuartige Software entwickelt werden, die in Zusammenarbeit mit dem langjährigen FIS-Partner Swiss Timing hergestellt wurde. Einen wichtigen Beitrag liefert auch die Universität für Sportwissenschaften in Salzburg; Dr. Hermann Schwameder wird bei diesem Projekt mitwirken und die Datenauswertungen mitbetreuen. Nicht zuletzt sind Sportwissenschaftler und Trainer aller Nationen aus dem Skisprungsport eingebunden.

„Wir müssen diese Messtechnik aus zweifachem Blickwinkel betrachten“, erklärt Riedel. „Zum einen wird diese Technologie interessante Daten für die Medien und somit für alle Skisprung-Interessierten liefern. Es wird in Zukunft möglich sein, dem TV-Zuseher mitzuteilen: Der Springer hat die Kante nicht getroffen, er war 30, 70, 90 Zentimeter zu früh dran. Um wie viel zu spät er dran war, kann man leider nicht messen… Man wird aber auswerten können, ob der Athlet links- oder rechtslastig abgesprungen ist. Ein Springer mit 60 kg Körpergewicht könnte beispielsweise mit 40 kg auf seinem linken und 20 kg auf seinem rechten Bein abspringen.“

Der zweite Aspekt dieser neuartigen Messtechnik betrifft die sportwissenschaftliche Auswertung, die weit mehr Daten liefern kann als der medienrelevante Bereich. Entwickelt werden können verschiedene Softwareversionen für die einzelnen Nationen, angepasst an deren Bedürfnisse: mit einer besonderen Darstellung des Kraftverlaufs oder der Absprunggenauigkeit, mit zusätzlich gewünschten Werten.

„Die Resonanz von Seiten der nationalen Verbände und der Schanzenbetreiber ist sehr groß“, erklärt Riedel. Eingebaut wird das neue System in den HS 125 und HS 95-Schanzen von Tschaikowski und auf der HS 90 in Nishnij Tagil in Russland sowie in der HS 140 in Garmisch-Partenkirchen. „Bürgermeister Thomas Schmidt war von Anfang an von den Möglichkeiten dieses Systems begeistert. Die Frage der Umsetzung stellte sich zu keiner Zeit – es war von Beginn an klar, dass die neue Olympiaschanze diese technologische Aufwertung erfahren musste“, schwärmt der Sachse Riedel von der Zusammenarbeit mit den Bayern.

Und so können sich am 1. Januar 2012 die TV-Zuschauer über noch größeren Einblick in das Wesen des Skispringens freuen, und die Athleten über noch präzisere Analysen ihrer Versuche. In der Hoffnung, dass die Kommentatoren sagen werden können: „Unglaublich, er hat die Kante exakt getroffen!“

www.mobile-track.de
www.rehau.de

www.riedel-net.de
www.oesv.at

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zuletzt geändert am  03.04.2013